Zum Antrag auf Schließung von drei Grundschulstandorten durch CDU/UWG/FDP:

Mit großer Verwunderung und wachsender Besorgnis hat die SPD-Fraktion den Antrag der CDU/UWG/FDP-Troika zur Kenntnis genommen, die das Thema Bildung offenbar ausschließlich unter finanziellen Aspekten betrachtet. Pädagogische und soziale Gesichtspunkte sowie die Gemeindeentwicklung bleiben völlig außen vor.

Wir Sozialdemokraten teilen uneingeschränkt die von allen drei Schulpflegschaften formulierten Bedenken gegen die Schließung der Grundschulstandorte. Die SPD-Fraktion bekennt sich dabei ausdrücklich zu dem Grundsatz „Kurze Beine - kurze Wege“. Wir lehnen die Schließung von Grundschulstandorten entschieden ab, solange die gesetzlichen Vorgaben erfüllt werden und es noch Alternativen (Teilschulstandorte etc.) gibt.

Andernfalls führen die von der konservativen Allianz herbeigeführten leeren Schulen in der Folgezeit auch zu leeren Dörfern.

Ebenso lehnen wir den Umzug der Hauptschule in die Realschule zum jetzigen Zeitpunkt ab. Es muss vorher Klarheit darüber geschaffen werden, wie die Schullandschaft im Sekundarbereich in Zukunft aussehen soll. Dann erst kann über erforderliche bauliche Maßnahmen diskutiert und entschieden werden. Hier darf nicht der zweite Schritt vor dem ersten getan werden.

Wir halten zu der Gesamtproblematik eine Sondersitzung des Schulausschusses für erforderlich, um die fatalen Auswirkungen des u.E. skandalösen Antrages im Fachausschuss zu erörtern und im Rahmen der Schulentwicklungsplanung ein Gesamtkonzept auf den Weg zu bringen.

Dieser Antrag der drei Fraktionen ist in großer Eile auf Papier gebracht und nicht durchdacht.

Wir appellieren an alle Verantwortungsbewussten in den drei Fraktionen, im Sinne und zum Wohle unserer Kinder zu überdenken. Ein brachiales „Durchboxen“ dieses Antrages kann nur schaden.

Die SPD-Fraktion steht eindeutig auf der Seite der besorgten Eltern und Lehrer!